USA Roadtrip Guide: 10 Tage durch den Südwesten

Southwest Road Trip Oak Creek Canyon red rocks and mountains covered in pine trees

Endlos weite Straßen, faszinierende Wüstenstädte und atemberaubende Landschaften, die an den Mars erinnern. Wer Lust auf einen Roadtrip hat, ist im Südwesten der USA genau richtig. Welche Route für den Roadtrip durch die USA die richtige ist und welche Ziele auf keinen Fall fehlen dürfen, lest ihr hier.

Roadtrip durch den Südwesten - Ein paar Notizen

Die Möglichkeiten einen Roadtrip durch den Südwesten zu gestalten sind nahezu endlos. Ausgangspunkt für uns war der schon lange bestehende Wunsch, das White Sands National Monument in New Mexico zu besuchen. Also haben wir unseren Trip einfach darum herum geplant. Gestartet sind wir in Los Angeles, wo es auch am Ende des Roadtrips wieder hin zurück ging. LA ist meist Ausgangspunkt unserer Reisen, da wir hier Freunde besuchen und die Gegend einfach lieben. Auch nach vielen Besuchen, gibt es immer wieder Neues zu entdecken. Außerdem bietet es die perfekte Kombination aus ein paar entspannten Tagen am Strand und Zeit in der Wüste.

Möchte man all die wahnsinnig schönen Seiten des Südwestens kennenlernen, bräuchte man wohl Monate. Dieser Guide basiert auf einer zehntägigen Reise und führt zu einigen der beliebtesten Ecken des Südwestens. Gleichzeitig bietet die Rundreise ausreichend Gelegenheiten, einige weniger bekannte Gegenden zu entdecken. Dennoch: Legt man so viele Kilometer in dieser kurzen Zeit zurück, erfordert das immer auch Kompromisse. Man kann einfach nicht alles sehen! Dafür bekommt man garantiert Lust, so bald wie möglich zurückzukehren.

Eine Info zu den Empfehlungen in diesem Guide: Wir ernähren uns weitestgehend vegan, auch auf Reisen. Die hier erwähnten Restaurants, Bistros etc. sind daher entweder komplett vegan, bieten vegane Optionen oder sind zumindest vegan-freundlich.

Wann lohnt sich ein Roadtrip durch den Südwesten?

Starten könnt ihr diesen Roadtrip zu jeder Jahreszeit. Ich bin bisher im Frühling, Sommer und Herbst im Südwesten gewesen und träume noch von einem Winter in der Wüste. Jede Jahreszeit hat ihre Besonderheiten. Planst du aber viel zu wandern und besonders aktiv zu sein, eignen sich Frühling oder Herbst deutlich mehr als der heiße Sommer. Die Temperaturen sind dann einfach angenehmer. Ich bin total begeistert vom Frühling in der Wüste. Es ist warm, sonnig und die Wüste blüht. Außerdem ist es im Sommer, während der Ferien- und Urlaubszeit, oft deutlich voller.

Auf geht's!

A collage with a hand drawn map of the Southwest

Tag 1: Los Angeles

Nehmt euch einen Tag und erkundet Los Angeles oder tankt ein bisschen Sonnenschein am Strand.

Griffith Park view on downtown LA

Natürlich reicht ein Tag nicht aus, um die gesamte Stadt zu sehen. Achtet vor allem darauf, nicht zu viel Zeit auf der Straße und im Stau zu verbringen und sucht euch eine Ecke der Stadt aus, die ihr erkunden wollt. Wer ein paar Stunden am Strand mit entspannten City Vibes verbinden möchte, fährt am besten in den Süden nach Santa Monica und Venice Beach. Um in Hollywood und das pulsierende Stadtleben einzutauchen, geht es stattdessen in Richtung Downtown.

Mir gefällt es besonders in East LA gut. Los Feliz, Silverlake und Echo Park sind perfekt, um den ganz besonderen LA Vibe kennenzulernen, fernab von dem von Hollywood gezeichneten Bild der Stadt. Echo Park ist ein sehr entspannter, kulturell vielfältiger Stadtteil, der noch eher ein Geheimtipp und nicht besonders touristisch geprägt ist. Hier kann man die Gegend auch gut zu Fuß erkunden, es gibt schöne Parks und einen kleinen See im Zentrum. Also, nicht verpassen.

Schlafen

In (East) LA gibt es viele stylishe AirBnB Apartments oder Zimmer, die man für eine Nacht buchen kann.

Essen/Trinken

Frühstück/Lunch/Kaffee - Honey Hi, Echo Park

Mittag/Lunch/Dinner (komplett vegan) Sage Vegan Bistro, Echo Park and 3+ locations

Für mehr Tipps zu veganem Essen checkt meinen veganen Guide für Los Angeles

Entdecken:

Echo Park Lake

Griffith Observatory & Griffith Park (wunderschöner Ausblick auf die Skyline)

Tag 2+3: San Diego und La Jolla

Es geht nach San Diego, mit einem kurzen Stop in La Jolla

Distanz: 120 Meilen ~ 2h

La Jolla Cove Beach

Auf dem Weg nach San Diego über die I-5 sollte ein Zwischenstop in La Jolla nicht fehlen. Genießt einen Kaffee und beobachtet die Seelöwen beim Sonnenbad.

In San Diego angekommen, nehmt euch genug Zeit die Stadt zu entdecken. Sie ist um einiges kleiner und damit auch überschaubarer als Los Angeles. San Diego hat einen ganz besonderen Charme: Entspannt, künstlerisch, kreativ und natürlich sonnig. North Park ist eine meiner liebsten Ecken. Der Stadtteil ist lebhaft, mit vielen kleinen Vintage-Läden, leckerem veganen Essen, Cafes und viel Kunst und Kulktur.

Sucht man nach einer kleinen Auszeit im Grünen, lohnt sich ein Abstecher in den Balboa Park. Das Gelände ist riesig und man könnte locker einen gesamten Tag hier verbringen. Wenn es zeitlich passt, empfehle ich außerdem einen kurzen Ausflug über die Bay Bridge nach Coronado. Die Insel bietet schöne Strände, Architektur und ist nur einige Kilometer von Downtown entfernt. Auch hier hat man einen ausgezeichneten Blick über die Skyline der Stadt (besonders bei Nacht).

Communal Coffee San Diego pictured is the outside f the building with tables and mural that says Coffee and Flowers

Schlafen

North Park Casita AirBnB

Essen/Trinken

Frühstück/Kaffee Communal Coffee, North Park

Dinner/Bar – Tribute Pizza (highly recommended)

Entdecken:

North Park

Balboa Park

Coronado Island

Old Town San Diego

Tag 4: Tucson und der Desert View Tower

Früh aufstehen und über die I-8 ab nach Tucson, inklusive kurzem Zwischenstop beim Desert View Tower in Jacumba

Distanz: 407 Meilen ~ 6h

Picture shows the California Flag and the view across the desert from the Desert View Tower in Jacumba which is a stop on this Southwest Road Trip

Die Fahrt von San Diego nach Tucson ist zwar ziemlich lang, dafür aber auch wahnsinnig malerisch. Sobald man die kalifornische Grenze überquert hat, zeigt sich der Südwesten, wie man ihn aus so manch einem Western kennt. Um einen beeindruckenden Panoramablick über Kalifornien, Arizona und (bei klarem Himmel) Mexiko zu bekommen, plant eine kurze Pause am Desert View Tower in Jacumba ein. Der Aussichtsturm liegt auf einem Hügel, lasst euch also nicht vom starken Wind überraschen.

Photo of the Downtown Clifton in Tucson. Image shows the outside of the Office and Reception Building.

Unser Aufenthalt in Tucson war kurz, daher hatten wir nur ein paar Stunden, um uns die Stadt anzusehen. Übernachtet haben wir in einem kleinen Motel Downtown mit echtem Südwest-Flair. Von hier konnten wir ganz einfach zu Fuß in die Innenstadt und zur historischen 4th Avenue.

Schlafen

The Downtown Clifton, Motel in Downtown Tucson

Essen/Trinken

Frühstück - 5 Points Market and Restaurant

Dinner/Bar – O’Malleys Bar and Grill

Entdecken:

Mission San Xavier Del Bac

Mercado San Augustin

Tag 5: Saguaro National Park

Nutzt den Tag, um den Saguaro National Park zu besuchen

Distanz: 14 Meilen ~ 20 Minuten

Saguaro National Park in Tucson San Diego which is part of the Southwest Desert Road Trip. Image shows mountains covered in Saguaro cacti

Die Landschaft des Südwestens ist atemberaubend und einzigartig. Es ist gar nicht so leicht zu entscheiden, welche Nationalparks man besucht und welche zunächst auf der Bucket List bleiben. Der majestätische Saguaro Kaktus ist das Wahrzeichen des Südwestens, ein Besuch im gleichnamigen Nationalpark ist meiner Meinung nach ein Muss! Schon der Anblick eines dieser gewaltigen Kakteen ist unfassbar beeindruckend, im Nationalpark kann man Tausende bewundern!

Eingebettet in den Saguaro National Park ist außerdem das Arizona-Sonora Desert Museum. Allen Pflanzenfreund:innen kann ich einen Besuch ans Herz legen. Das Desert Museum ist eine Kombination aus Museum, Tierpark und botanischem Garten. Wer sich für Flora und Fauna der Wüste ebenso begeistert wie ich, wird hier in jedem Fall auf seine/ihre Kosten kommen.

Tucson Mineral and Gem World

Tipp: Interesse an Kristallen und Edelsteinen? Dann auf zur Tucson Mineral and Gem World am Rande des Nationalparks. Der Shop wird von zwei unfassbar freundlichen Männern geführt und bietet unzählige schöne und ungewöhnliche Steine und Minerale.

Tag 6: Las Cruces und White Sands National Monument

Erstmal verlasst ihr Arizona nun wieder, denn es geht auf nach Las Cruces, New Mexico und zum White Sands National Monument. Die Strecke sollte man unbedingt bei Tageslicht fahren, viel zu schön ist die Natur, um sie in der Dunkelheit zu verpassen

Distanz: 276 Meilen ~ 4h (bis Las Cruces) + 50 Meilen ~ 1h (bis White Sands)

White Sands National Monument. Pictured are Sand dunes and a man walking in the distance, leaving footsteps in the sand

Ich kann es gar nicht oft genug sagen, aber White Sands National Monument ist einer der schönsten Orte, die ich jemals besucht habe. Die endlosen Sanddünen ziehen einen sofort in ihren Bann – feiner, weißer Sand (der tatsächlich Gips ist) soweit das Auge reicht. Genießt den atemberaubenden Anblick und die komplette Stille, die diesen Ort umgibt. White Sands National Monument ist weit mehr als nur ein Fleck schöner Natur, es ist ein magisches Erlebnis.

Schlafen

Hilton Garden Inn, Las Cruces (ursprünglich hatten wir geplant bis Alamogordo zu fahren, doch die Strecke war nach unserem Tag im Saguaro National Park einfach zu weit. Es wurde dunkel und spät und wir waren unendlich müde. Daher haben wir uns kurzfristig entschlossen, in Las Cruces zu bleiben)

Essen/Trinken

Von Las Cruces selbst haben wir, abgesehen vom umwerfend schönen Umland, nicht viel gesehen. Wir haben einen Sprouts (einen Biomarkt) ausfindig gemacht und uns dort mit veganen Sandwiches und Snacks für die Fahrt eingedeckt. Bioläden sind unterwegs in den USA eine super Adresse um ohne Probleme an veganes Essen zu kommen. In meinem Post über Veganes Reisen in den USA findet ihr noch weitere hilfreiche Tipps.

Tag 7: Albuquerque

Nach dem Besuch im White Sands National Park geht es weiter in den Norden, nach Albuquerque

Distanz: 224 Meilen ~ 3 1/2h

Giant Pistachio in Alamogordo we passed on our Southwest Road Trip

Tipp: Auf dem Weg durch Alamogordo solltet ihr auf jeden Fall beim PistachioLand Halt machen und ein paar frische Pistazien für den Roadtrip mitnehmen. Die riesige Pistazie am Straßenrand ist nicht zu übersehen.

Wir haben uns für die Route über den Highway 54 Richtung Norden und dann über die 380 nach Albuquerque entschieden. So sind wir durch das Valley of Fires (nicht zu verwechseln mit dem Valley of Fire in Nevada) im Malpais Lava Flow gekommen. Die plötzlich auftauchenden schwarzen Felsen sind ein echtes Naturschauspiel. Wir haben die Lavalandschaft lediglich passiert. Findet man etwas Zeit, lohnt es sich sicher einen der vielen Wanderwege entlangzulaufen.

Famous Kimo building in Albuquerque Southwest Road Trip

Auch in Albuquerque hatten wir leider nicht allzu viel Zeit. Wir haben das Stadtzentrum und die historische Altstadt erkundet und waren von der Architektur komplett begeistert. Auch der Besuch von ein paar Trading Posts stand auf unserer To-Do-Liste. Hier gibt es wunderschöne Keramik, Kunst und Schmuck der Native Americans zu kaufen, die schöne Mitbringsel und Andenken an die Reise sind.

Wenn ihr etwas mehr Zeit habt: Erinnert ihr euch noch an die Kompromisse von denen ich gesprochen habe? Santa Fe und Taos sind Ziele, die ich wahnsinnig gerne noch besucht hätte. Wir hatten uns das offen gehalten und wollten schauen, ob wir es schaffen. Leider war dem nicht so und wir haben uns entschlossen, die Zeit in Albuquerque zu nutzen. Beim nächsten Mal geht es aber auf jeden Fall nach Santa Fe und Taos!

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Baymont by Windham, Albuquerque

Essen/Trinken

Frühstück/Lunch – The Grove Cafe & Market (falls ihr Breaking Bad gesehen habt, wird euch dieses Cafe sicher bekannt vorkommen 😉 Sonntags ist es ziemlich voll hier, das sollte man beachten)

Entdecken:

Spur Line Supply Co.

New Mexico Museum of Natural History and Science

Old Town

Tag 8: Flagstaff und Sedona

Heute führt der Roadtrip nach Flagstaff, Arizona und am nächsten Morgen geht es weiter nach Sedona

Distanz: 323 Meilen ~ 4 1/2h (bis Flagstaff) + 30 Meilen ~ 1h bis Sedona

Southwest Road Trip image shows a road aligned by pine trees in Flagstaff, Arizona

Verlässt man New Mexico und kommt nach Arizona, kann man die sich allmählich verändernde Landschaft sehr gut beobachten. Ich finde diese Vielfalt immer wieder faszinierend. Nach den weiten Steppen in New Mexico, ist die Landschaft in Arizona geprägt von leuchtend roten Felsen, die an den Mars erinnern.

Flagstaff ist eine süße Kleinstadt, umgeben von Pinienwäldern und schneebedeckten Bergen. Die Stadt wird auch als Tor zum Grand Canyon bezeichnet. Seid ihr noch nicht dort gewesen, solltet ihr einen Abstecher auf jeden Fall einplanen und eure Tour ein, zwei Tage verlängern. Flagstaff ist beschaulich und präsentiert eine erneut ganz andere Welt, verglichen mit den Wüstenstädten, durch die der Roadtrip zuvor geführt hat. Nach einer Nacht im alpin anmutenden Motel, sind wir von Flagstaff aus weiter auf dem Highway 89A nach Sedona gefahren. Ich mach es kurz: Diese 30 Meilen waren die vielleicht schönsten des gesamten Roadtrips und haben uns mehr begeistert als Sedona selbst.

Road along Arizonas Red Rocks on the side of the Road is a sign that says Sedona

Man kann ganz leicht einen gesamten Tag entlang des Oak Creek Canyon verbringen, so atemberaubend schön ist die Natur und so viel gibt es hier auf den unzähligen Wanderwegen zu entdecken. Der Panoramablick auf die roten Felsen, die gewaltigen Pinien und Thermal-Quellen haben uns komplett überwältigt. Dreht eure Lieblings-Playlist auf und genießt diese malerische Strecke.

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Comfort Inn, Flagstaff

Essen/Trinken

Frühstück/Lunch - Local Juicery, Flagstaff

Entdecken:

Cathedral Rock Trail, Sedona

Tag 9+10: Joshua Tree und Joshua Tree National Park

Der letzte Stop des Roadtrips durch den Südwesten ist Joshua Tree mit einem Besuch im Nationalpark

Distanz: 360 Meilen ~ 6h

Roy's Motel and Cafe in Amboy Photo picturing the famous road sign and tiny houses as part of the motel

Tipp: Für die Strecke nach Joshua Tree haben wir uns entschieden, über die I-40 zu fahren. Diese Route hat uns durch Amboy geführt. Wir haben einen kurzen Zwischenstop am berühmten Roy's Motel und Cafe eingelegt, den Tank gefüllt und ein paar Bilder gemacht. Das Motel selbst ist nicht mehr in Betrieb aber ein beliebtes Wahrzeichen der Route 66.

Bevor es für uns zurück nach LA ging, haben wir uns Zeit genommen, Joshua Tree zu erkunden. Wir waren hier bereits und es hat uns so gut gefallen, dass wir unbedingt noch einmal zurückkehren wollten.

Joshua Tree National Park with desert landscape and a little Joshua Tree part of the Southwest Road Trip

Joshua Tree ist eine außergewöhnliche kleine Wüstenstadt, deren Charme und Lebensgefühl mich total in den Bann gezogen haben. Wenn ihr also hier seid, konzentriert euch nicht ausschließlich auf den gleichnamigen Nationalpark, auch wenn dieser natürlich atemberaubend schön ist, sondern widmet euch auch der künstlerischen Wüstengemeinde. Einen ausführlichen Travel Guide für Joshua Tree findet ihr hier.

Image shows a quirky house in Joshua Tree Southwest Road Trip

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Cactus Mountain, 29 Palms AirBnB

Saguaro Hideaway Guesthouse, Joshua Tree AirBnB

Essen/Trinken

Breakfast/Lunch – The Natural Sisters Cafe

Coffee – Joshua Tree Coffee Co.

Entdecken:

Noah Purifoy Desert Outdoor Museum

Cholla Cacuts Garden, Joshua Tree National Park

Pioneer Town

World Famous Crochet Museum

Ich wünsche euch eine gute Reise und viel Spaß auf eurem Roadtrip durch den Südwesten!

Ich hoffe, dieser Guide bietet euch reichlich Inspiration für eure Rundreise durch den wunderschönen Südwesten. Lasst mir gern einen Kommentar da und erzählt mir von eurem eigenen Trip!

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